Amtliches Bekanntmachungsblatt für Stadt und Kreis Offenbach EIN-SPRUCH Offenbacher Zeitung SONDERAUSGABE Neue Ära: Ihre Lokalzeitung im modernen Format Ohne einen Journalismus, der die Menschen unabhängig informiert, funktioniert eine freie und demokratische Gesellschaft nicht. Redaktionsvolontärin Sylwia Sigas Veras INFORMATION _____________ Kleine Änderung Mit dem Umstieg auf das Berliner Format am Dienstag der kommenden Woche ergeben sich für die Tageszeitung geringfügige Änderungen in der Struktur. Hier gibt es die Übersicht über die „neue“ Offenbach-Post. » SEITE 2 HINTERGRUND _____________ Klarer Kurs Seit Anfang Februar führt eine dreiköpfige Chefredaktion die Geschicke der Mediengruppe Offenbach-Post. Im Interview erklären sie Herausforderungen und Chancen und blicken in die Zukunft. » SEITE 6/7 Der Tradition verpflichtet und den nächsten Schritt in die Moderne machen Seit mehr als 75 Jahren ist die Offenbach-Post an der Seite der Menschen in der Region. Sie informiert, sie unterhält, sie bildet Meinung. Dieser Tradition einer unabhängigen und qualitativ hochwertigen Lokalzeitung bleibt sie verpflichtet. Dennoch geht die Offenbach-Post in der kommenden Woche einen weiteren Schritt in die Moderne: Das Format der Zeitung ändert sich, sie wird etwas handlicher, wirkt dadurch aufgeräumter, passt sich dem Leben ihrer Leserinnen und Leser an, damit sie auch in den kommenden Jahren ihren Zweck als „vierte Gewalt“ erfüllt. PHK/FOTO: DPA MEINUNG ____________________ Wert des Wortes WIE ICH ES SEHE Mehr als eine Million Exemplare von Tages-, Wochenund Anzeigenzeitungen werden Woche für Woche produziert - doch was ist unseren Leserinnen und Lesern wichtig? Wir haben sie gefragt. » SEITEN 11, 19, 20 IMPRESSUM Sonderveröffentlichung der MEDIENGRUPPE OFFENBACH-POST www.op-online.de Chefredaktion: Philipp Keßler V.i.S.d.P., Jörg Moll, Yvonne Backhaus-Arnold chefredaktion@op-online.de Verantwortlicher Redakteur: Dirk Beutel Anzeigen: Jelisaweta Scherdel (verantwortlich) op Layout: Holger Strehl, Gabriele Heindel Verlag und Druck: Waldstraße 226, 63071 Offenbach (zugleich ladungsfähige Anschrift für alle Verantwortlichen) Redaktion: 069 85008-223 redaktion@op-online.de Leserservice: 069 85008-5 leserservice@op-online.de Anzeigen: 069 85008-301 anzeigen@op-online.de So, wie wir alle uns in einem langen Leben immer wieder wandeln, so muss auch eine Zeitung sich immer wieder neu erfinden. Die Offenbach- Post war seit ihrer Gründung im Jahre 1947 immer mit dabei an der Spitze des neuen technologischen Fortschritts. Ich traue mich das zu sagen, denn ich kenne die Zeitung, seit ich 1974 als junger Mitverleger dorthin kam. Die Altverleger der Familie Dohany standen in der Tradition der alten Offenbacher Zeitung von 1773. Sie verkauften ihre Anteile, sodass ich Partner des modernen Lizenzverlegers Udo Bintz, Vater und Sohn, wurde. Als ich nach Offenbach kam, konnte ich nur staunen, wie modern alles aufgestellt war. Als eines der ersten Verlagsunternehmen produzierte man im sogenannten Fotosatz. Gleichzeitig hatte man von der Offenbacher Druckerei-Firma Roland, später MAN, eine gewaltige Offset- Rotationsdruckmaschine angeschafft. Die druckte mit einem ganz neuen Zylindersystem, was allseits bewundert wurde. Aber wie es mit dem Fortschritt ist: Er hat manchmal zwei Seiten. Die Druckmaschine von Roland war die erste Zeitungsdruckmaschine, die in dieser angesehenen Druckmaschinenfabrik hergestellt worden war. Die Verantwortlichen wollten eben neben dem Flachdruck, wo man stark war, in den Zeitungsdruck expandieren. Da war die Offenbach-Post vor Ort der ideale Partner. Leider mussten wir aber feststellen, dass man bei Roland nicht genug Erfahrung im Zeitungsrotationsdruck gehabt hatte. So wurde diese Maschine recht bald ausgewechselt gegen eine Zeitungsdruckmaschine der Firma MAN. Die arbeitete konventioneller, funktionierte aber prächtig. Viele Jahre lang wurden die Offenbach- Post und alle sonstigen Druckaufträge des Verlages auf dieser Uniman-Maschine bestens produziert. Zum Verlag gehören heute nicht nur der Hanauer Anzeiger und eine Vielzahl an Anzeigenblättern, sondern in kollegialer Verbundenheit eine ganze Reihe von Zeitungen im Rhein-Main-Gebiet wie etwa die „Frankfurter Neue Presse“ oder die „Frankfurter Rundschau“. Dadurch war es notwendig, dass der Verlag auch seine Druckkapazitäten bedeutend erweitert. Und wieder hat der Drucktechnik im Wandel der Zeit Verlag der Offenbach-Post auf die modernste Drucktechnik gesetzt, die sich finden lässt. Diese bedeutende Investition bestätigt zugleich die Überzeugung der Verantwortlichen von der Zukunft der gedruckten Zeitung. Der Verlag hat sich für eine Druckmaschine der Firma König & Bauer aus Würzburg entschieden. Sie betreiben die älteste Druckmaschinen Fabrik der Welt. Jetzt haben sie für uns in Offenbach eine ganz neue Maschinengeneration ins Laufen gebracht, vor der Fachleute den Hut ziehen. Die Druckplatten werden automatisch durch Befehle vom Druckleitstandort VON DIRK IPPEN aufgelegt, abgenommen und gewechselt. Das ist ein enormer Fortschritt, der früher unvorstellbar gewesen wäre. Neben diesen auch für den Laien sofort erkennbaren Veränderungen verfügen die neuen Druckmaschinen über weitere große Fortschritte in der Farbzufuhr und auf vielen anderen Gebieten des Zeitungsdrucks. Damit versprechen sie eine ganz hervorragenden Druckqualität. Auf Letzteres, liebe Leserinnen und Leser der „Offenbach-Post“, kommt es uns natürlich ganz besonders an. Denn Sie müssen sich nicht dafür interessieren, welche technologischen Kunststücke eine moderne Zeitungsdruckerei zu bewältigen hat. Sie interessiert zu Recht, dass Sie eine qualitativ gut gedruckte, leicht lesbare und immer aktuelle Tageszeitung pünktlich morgens in Ihrem Briefkasten vorfinden. Das zu gewährleisten wird auch in Zukunft das größte Anliegen aller sein, die beim Verlag der Offenbach-Post arbeiten und mit ihr verbunden sind. In Offenbach stand die Wiege des bis heute angewendeten Offset-Druckverfahren, damals Lithografie, also Steindruck genannt. Dieses lag daran, dass der Offenbacher Musikverleger Johann André den Erfinder des Steindrucks Alois Senefelder aus München nach Offenbach holte, um seine so sympathische und wichtige Verlagsproduktion herauszubringen Mit unseren wieder hochmodernen Druckmaschinen stehen wir am Standort Offenbach in der Tradition dessen, was damals mit Senefelder und dank André angefangen hat. Wer es genauer studieren will, sollte einmal in die Druckwerkstatt im Offenbacher Bernardbau gehen. Mir bleibt nur zu sagen: Glück auf zu einem neuen Kapitel der großartigen Offenbacher Druckgeschichte!
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