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Saitenspiel Alte Oper - Frühjahr 2026

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Die Sonderbeilage der FNP, FR und F.A.Z. RheinMain zum Frühjahrsprogramm der Alten Oper Frankfurt. Wissenswerte Informationen, Programmvorschau und Künstlerporträts als digitales ePaper.

Saitenspiel Alte Oper - Frühjahr

MÄRZ 2026 SEITE 1 Alte Oper SAISON 2026/27 Anzeigensonderveröffentlichung Wiedersehen mit einem Weltstar: GEIGERIN ANNE-SOPHIE MUTTER Andreas Ortner Frankfurt ist ein internationales Drehkreuz. Das könnte man auch über die Alte Oper sagen, wo regelmäßig die besten Orchester der Welt zu Gast sind. Auf was freuen Sie sich ganz besonders? Die Vorfreude ist in der Tat riesengroß: Christian Thielemann stellt sich erstmals mit seinem neuen Orchester, der Staatskapelle Berlin, in Frankfurt vor, das weltberühmte Concertgebouworkest ist zum ersten Mal mit seinem zukünftigen Chefdirigenten Klaus Mäkelä zu erleben, und die Berliner Philharmoniker präsentieren sich mit einem italienischen Programm - sinfonische Werke von Respighi gehen einen Dialog mit Arien ein, die kein Geringerer als Jonathan Tetelman singen wird. Und dann ist da noch Anne-Sophie Mutter, die 1982 zum ersten Mal in der Alten Oper auftrat und nun mit dem Violinkonzert von Brahms einmal mehr zurückkehren wird. Wie schwierig ist es, solche Weltstars in die Alte Oper zu locken? Unser Haus ist seit vielen Jahrzehnten ein fester Punkt auf der Landkarte der Musik. Die Orchester und Solist*innen kommen ausgesprochen gerne zu uns. Das liegt an der exzellenten Akustik, am Publikum, das die Musiker*innen als offen, interessiert und durchaus begeisterungsfähig empfinden, und das liegt am Spirit dieses Ortes. Frankfurt ist ein offener, urbaner und internationaler Ort, die Alte Oper ist mittendrin am Puls dieser Stadt, das macht sie besonders. Es gibt nicht nur große Namen in der nächsten Spielzeit, sondern auch Künstler*innen, die neu zu entdecken sind. Welche Konzert-Tipps können Sie uns geben? Joana Mallwitz ist zwar schon ein großer Name, aber in Frankfurt ist sie neu zu entdecken. Sie kommt mit „ihrem“ Orchester, dem Konzerthausorchester Berlin. Junge Künstler*innen, denen die Zukunft gehört, kann man in unserer „Debüt“-Reihe erleben, immer an einem Sonntagnachmittag. Mein Tipp: die junge Trompeterin Lucienne Renaudin Vary, sie kommt im April 2027 zu uns. Zwei letzte Empfehlungen noch: das kolumbianische Jugendorchester unter der Leitung des in Frankfurt bestens bekannten Andrés Orozco-Estrada im Februar 2027 und schließlich der Pianist Lukas Sternath im November 2026. MARKUS FEIN IM INTERVIEW AM PULS DER STADT KLASSIK-STARS, GROSSE ORCHESTER, FESTIVAL-HIGHLIGHTS: INTENDANT MARKUS FEIN GIBT PERSÖNLICHE EINBLICKE IN DIE NEUE SPIELZEIT. Schwerpunkte und Festivals bilden auch in der nächsten Spielzeit kleine Inseln im Programm. Einige sind etabliert, andere neu. Auf was darf das Publikum sich da freuen? Festivals sind das Salz in der Suppe eines Konzerthauses: Das „Fratopia“- Festival ist ein großes Ausrufezeichen und ein einmaliges Angebot, unser Haus und die Vielfalt der Musik zu entdecken. Die „Alte Oper Nights“ verstehen sich als „Urban Vibe Festival“ und mixen Klassik mit Jazz, Weltmusik und Musik zum Tanzen. Besonders freue ich mich auf das Festival, das ich als Hommage für ein großartiges Museum konzipiert habe: das Metropolitan Museum New York. Die vier Festivaltage spüren dem Dialog von Musik und Bildender Kunst nach. Ich bin mir sicher, dass sich viele Frankfurter*innen auf ein Wiedersehen mit Max Hollein, dem Direktor dieses weltberühmten Foto : Salar Baygan MARKUS FEIN Museums, freuen werden. Und schließlich: Unser KI-Botschafter Kit Armstrong hat ein kleines, aber substanzielles KI-Festival zum Thema „Mensch und Maschine“ kuratiert. Kit Armstrong hat eine Menge zu diesem Thema zu sagen und wird konkrete Antworten geben, welche künstlerische und welche humane Kraft diese Technologie dem Menschen schenken kann. Die Alte Oper möchte ein offenes Haus besonders für junge Menschen sein. Welche speziellen Angebote gibt es da? Es ist eine solche Freude zu sehen, wie sehr unser Angebot „Ein Zehner bis 25“ angenommen wird. Auch für die Spielzeit 2026/27 gilt: Menschen bis 25 können für alle Konzerte im Eigenprogramm der Alten Oper Tickets für 10 Euro erwerben. Aber auch für alle anderen gibt es Angebote: Das Fratopia-Festival bietet rund 250 Konzerte ticketfrei an, auch das Eröffnungskonzert im September mit dem „Orchester im Treppenhaus“ ist ein Geschenk für die Bürger*innen dieser Stadt. Bei den „Alte Oper Nights“ kann man eine lange Konzertnacht für 20 Euro erleben. Und: Es war eine bewusste Entscheidung, die Ticketpreise für alle Konzerte zum wiederholten Mal nicht anzuheben. Wir wollen ein Zeichen gegen die Preisspirale setzen. 2031 feiert die Alte Oper ihr 50-jähriges Jubiläum. Kribbelt es da schon ein bisschen? Oh ja, dieses Jubiläum wirft Schatten voraus. Das Eröffnungskonzert im September 2026 findet fast auf den Tag genau fünf Jahre vor diesem Jubiläum statt - und soll dezidiert das „Zukunftshaus Alte Oper“ einläuten. Wir wollen nicht nur in 2031 ein Jubiläum feiern, sondern die Jahre bis dorthin als Weg und Auftrag begreifen, Traditionen zu pflegen und mutig und klug den Weg der Erneuerung weiterzugehen. Unsere Welt verändert sich dramatisch. Kulturinstitutionen müssen darauf reagieren. AUSBLICK IN DIE ZUKUNFT Das KI-Festival Seite 2 THE MET MUSEUM EXPERIENCE Musik und Bildende Kunst Seite 5 Haben Sie zum Abschluss noch ein paar persönliche Konzerttipps, sozusagen vom Intendanten fürs Publikum? Drei Tipps: zum einen chorsinfonische Musik, die gibt es in dieser Spielzeit so viel wie selten zuvor. Etwa unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner und im Rahmen eines Beethoven- Programms. Zweitens: ein Wiedersehen und -hören mit dem Pianisten Ivo Pogorelich nach 26 Jahren Alte- Oper-Pause. Und schließlich: die Konzertreihe „2 x hören“, die ohne jede Belehrung Einblicke geben und im gemeinsamen Gespräch mit den Interpret*innen die Ohren „langstrecken“ möchte. Ohnehin, für die ganze Spielzeit gilt: Ohren auf! www.alteoper.de

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